Du liebst The Walking Dead, The Last of Us oder 28 Days Later? Dann sind das die Bücher, die du als Nächstes lesen solltest.
Walking Dead ist vorbei. The Last of Us hat man in einer Woche durchgespielt. Und jetzt? Jetzt liest du. Denn das, was diese Serien und Spiele so gut macht – die moralischen Dilemmata, die Figuren, denen man folgt, obwohl sie schreckliche Dinge tun, das langsame Zerfallen einer Welt –, das gibt es in Buchform. Und in Buchform ist es oft noch besser.
Hier sind meine ehrlichen Empfehlungen – als Autor, der selbst im Genre schreibt, und als Leser, der seit Jahren alles verschlingt, was mit Zombies, Endzeit und dem Zusammenbruch der Zivilisation zu tun hat.
Was Walking Dead ausmacht, ist nicht die Zombie-Action. Es ist die Gruppendynamik. Die Frage, was eine Gemeinschaft zusammenhält, wenn es keine Gesetze mehr gibt. Die langsame Veränderung von Menschen unter Druck – wie jemand, der am Anfang ein guter Mensch war, Dinge tut, die er für unmöglich gehalten hätte.
„Operation Zombie" (World War Z) von Max Brooks – Der Klassiker, und das aus gutem Grund. Brooks erzählt die globale Zombie-Apokalypse als Oral History: Interviews mit Überlebenden aus aller Welt, vom chinesischen Arzt bis zum amerikanischen General. Kein linearer Plot, aber eine unglaublich dichte Welt, die sich anfühlt, als hätte sie wirklich existiert. Wenn dir in Walking Dead die politische Dimension gefallen hat – wie Regierungen versagen, wie Gesellschaften sich neu ordnen – dann ist das dein Buch.
„Tagebuch der Apokalypse" von J.L. Bourne – In Tagebuchform geschrieben, sehr unmittelbar, sehr persönlich. Ein Soldat dokumentiert Tag für Tag, wie die Welt zusammenbricht. Wer bei Walking Dead die frühen Staffeln mochte – als noch alles neu und roh war –, findet hier genau diesen Ton.
„Das Ende" von Mirko Rißmann und Andreas Faber – Die Zombie-Apokalypse erreicht Deutschland. Schnelle Erzählung, spannend, mit einer Gruppe von Überlebenden, die sich durchkämpft. Keine Übersetzung, sondern originär deutsch, was das Setting greifbar und glaubwürdig macht.
The Last of Us funktioniert wegen Joel und Ellie. Wegen der Beziehung zwischen zwei Menschen, die sich in einer kaputten Welt aneinander klammern. Es geht um Bindung, um Verlust, um die Frage, wie weit man für einen einzelnen Menschen geht.
„Die Berufene" (The Girl with All the Gifts) von M.R. Carey – Wenn es ein Buch gibt, das „The Last of Us in Buchform" am nächsten kommt, dann dieses. Eine junge Infizierte, die anders ist als die anderen. Eine Wissenschaftlerin, die sie untersucht. Eine Soldatin, die sie beschützt. Die Dynamik zwischen diesen Figuren trägt das gesamte Buch – und das Ende wird dich beschäftigen.
„Die Straße" von Cormac McCarthy – Technisch kein Zombieroman, aber das emotionale Fundament von The Last of Us. Ein Vater und sein Sohn, unterwegs durch eine zerstörte Welt. Karg, brutal, und gleichzeitig eines der zärtlichsten Bücher, die je über das Ende der Welt geschrieben wurden.
28 Days Later hat das Genre revolutioniert, weil es schnelle Zombies eingeführt hat – und weil es gezeigt hat, dass die wahren Monster nicht die Infizierten sind, sondern die Menschen, die in der neuen Ordnung Macht ausüben.
„Feed – Viruszone" von Mira Grant – Spielt Jahre nach der Zombie-Apokalypse, in einer Welt, die sich irgendwie stabilisiert hat – aber zu einem hohen Preis. Blogger statt Journalisten, Sicherheitszonen statt Städte, und eine Verschwörung, die alles infrage stellt. Smart, politisch, mit einem der besten Twists der Genre-Literatur.
„Zone One" von Colson Whitehead – Literarischer als die meisten Zombie-Romane, geschrieben von einem Pulitzer-Preisträger. Eine Aufräumtruppe durchkämmt Manhattan nach der Apokalypse. Langsam, atmosphärisch, mit einer Melancholie, die an den ruhigeren Momenten von 28 Days Later erinnert.
Das ist die Nische, in der ich selbst schreibe. LYRV-27 verbindet das, was mir an den oben genannten Werken am besten gefällt: die Figurentiefe von Walking Dead, die emotionale Intensität von The Last of Us, den Realismus von 28 Days Later. Aber eben in Deutschland. Auf Deutsch. Mit Figuren, die fühlen und reden wie Menschen, die man kennen könnte.
Band 1 der LYRV-27-Reihe
Flucht aus Köln
★★★★★ 4,6 · über 900 Bewertungen
Ein ganz normaler Morgen in Köln – dann bricht alles zusammen. Der Ausbruch beginnt.
✍️ Signiert direkt vom Autor – 14,99 €, auf Wunsch mit Widmung
Die Serie umfasst bisher drei Bände – hier findest du die richtige Reihenfolge. Und wenn du erstmal reinschnuppern willst, bevor du kaufst: Die Kurzgeschichte „Jonas" gibt es kostenlos zum Newsletter. Sie zeigt dir den Ton und den Stil, ohne etwas vorwegzunehmen.
Welches Buch du zuerst lesen solltest, hängt davon ab, was dich an Zombie-Geschichten am meisten packt. Die Action? Dann „Tagebuch der Apokalypse". Die menschlichen Abgründe? „Operation Zombie". Die emotionale Wucht? „Die Berufene" oder „Die Straße". Das deutsche Setting? Da gibt es inzwischen mehr, als man denkt – und LYRV-27 ist ein guter Startpunkt.
Was auch immer du wählst: Fang an. Die Bücher sind da. Die Zombies warten.
Alle Bände der LYRV-27-Reihe
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